Ist die Stadt Hamm pleite?

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Re: Ist die Stadt Hamm pleite?

Beitragvon Marc am 09.03.2010, 22:03

Beinahe im Wochenrhytmus muss man Berichte lesen, dass die städtischen Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes hauptsächlich damit beschäftigt sind in die eigene Tasche zu wirtschaften. Trotz hoher Lohnabschlüße und Vollkaskorundumversichung vor Arbeitslosigkeit scheint dieses Klientel den Hals nicht voll genug zu bekommen. Wann ist endlich die Spitze des Eisberges erreicht? Was muss die Hammer Bevölkerung noch alles sich bieten lassen?
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Re: Ist die Stadt Hamm pleite?

Beitragvon SINUS am 09.03.2010, 22:16

Marc schreibt:

Beinahe im Wochenrhytmus muss man Berichte lesen, dass die städtischen Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes hauptsächlich damit beschäftigt sind in die eigene Tasche zu wirtschaften. Trotz hoher Lohnabschlüße und Vollkaskorundumversichung vor Arbeitslosigkeit scheint dieses Klientel den Hals nicht voll genug zu bekommen. Wann ist endlich die Spitze des Eisberges erreicht? Was muss die Hammer Bevölkerung noch alles sich bieten lassen?


Das ist doch völliger Blödsinn und kaum zu übertreffen. Wenn Sie Frust haben Marc, dann schreiben
Sie einen Leserbrief und stehen zu dem Unsinn den Sie hier verzapfen.

Ob in Hamm, im Land oder beim Bund - die Beschäftigten im öffentlichen Dienst leisten wertvolle
Arbeit und das wissen die meisten Bürger zu schätzen. Es gibt, wie in jeder Branche, in jedem
Berufszweig schwarze Schafe. Dabei zu verallgemeinern ist BILD - ZEITUNG Niveau.

Und deswegen soll nun die Stadt pleite sein oder stellen Sie einfach in diesem Thread
Ihre tollkühnen Behauptungen ein um auf sich aufmerksam zu machen?
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Er entwickelt sich weiter, kommt nirgends an,
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der Mensch seine Kultur. Anders könnte er die
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Re: Ist die Stadt Hamm pleite?

Beitragvon Michael am 10.03.2010, 08:10

> Sinus

Das finde ich ziemlich hochmütig von Ihnen, die Korruption innerhalb des öffentlichen Dienstes als Blödsinn abzutun. Ich finde das Ausmaß der Korruption innerhalb des öffentlichen Dienstes und der Beamtenschaft schon erschreckend und es wiegt doppelt schwer, da es sich um Steuermittel handelt.
Sie verharmlosen die Vorfälle in unverantwortlicher Weise.
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Re: Ist die Stadt Hamm pleite?

Beitragvon Sophia am 10.03.2010, 08:57

Die Tarifvertragsparteien des öffentlichen Dienstes haben sich im Tarifkonflikt 2010 um den TVÖD geeinigt. Das Tarifergebnis der Tarifrunde 2010 betrifft 1.900.000 Beschäftigte in den Kommunen (TVÖD BT-K) und 149.000 Beschäftigte im Bund (TVÖD BT-B).

Die Schlichtungskommission unter Vorsitz der Schlichter Schmalstieg und Milbradt hatte die Empfehlung zu einer Einigung abgegeben. Der Schlichterspruch im Einzelnen:- insgesamt 2,3 Prozent Lohnerhöhung bei einer Laufzeit von 26 Monaten: 1,2 Prozent in 2010, 0,6 Prozent ab 1.1.2011 und weitere 0,5 Prozent ab 1.08.2011.


Die o.g. Zahlen verdeutlichen, dass der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst nicht gerade üppig
sondern angemessen (entsprechend der Inflationsrate) ausfällt.

Betrug, Unterschlagung, Lobbyismus, Korruption ... im öffentlichen Dienst sollen sicher nicht verharmlost werden. Die Berichterstattung und die kritischen Beiträge dazu spiegeln deutlich wieder, wie sensibel das Thema ist. Gleichwohl wird man den Beschäftigten nicht gerecht, wenn man verallgemeinert.
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Re: Ist die Stadt Hamm pleite?

Beitragvon Michael am 10.03.2010, 09:04

> Sophia

Das ist richtig, aber die Beschäftigten außerhalb des öffentlichen Dienstes müßen sich mit Nullrunden zufrieden geben, wie es auch den Rentnern zugemutet wird. Nur Pensionäre, Beamte und der öffentliche Dienst gönnt sich Lohnsteigerungen und greift in einen Topf, der krisenbedingt kleiner geworden ist.

Natürlich ist nicht jeder Beschäftigte im öffentlich Dienst korrupt, aber das Ausmaß ist schon erschreckend ( nicht nur in Hamm ). Wenn dieses Problem von Sinus aber verharmlost und verniedlicht wird, dann ist das schon einen Aufreger wert.
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Re: Ist die Stadt Hamm pleite?

Beitragvon SINUS am 10.03.2010, 21:41

Hallo Michael

Ich "verniedliche" weder Korruption, noch andere Straftaten, sofern sie begangen
wurden. Doch mich ärgert wie Marc verallgemeinert und jede Möglichkeit nutzt dem
Ansehen des öffentlichen Dienstes zu schaden. Politik und Verwaltung werden dabei
in einem Topf geworfen. Dabei kann sich die Verwaltung nicht aussuchen, von wem
sie regiert wird. Ja die Beschäftigten werden selbst zum Spielball der Kommunalpolitiker
und wenn´s passt auch mal zum Bauernopfer. Nichts leichter für einen Politiker, wie mit
einer neuen "REFORM" im öffentlichen Dienst zu glänzen oder flugs einige Mitarbeiter ein-
zusparen. Trotzdem geht es natürlich irgendwie weiter und die Beschäftigten versuchen
auf die eine oder andere weise die Personaleinsparungen zu kompensieren. Nicht selten
auf Kosten ihrer Gesundheit. Werden unter diesen Bedingungen die Beschäftigten im
öffentlichen Dienst krank, wird die Ursachen dafür nicht nachgefragt, geprüft, nein, es
wird wieder nur pauschal der Krankenstand hervorgehoben und noch mehr Druck ausgeübt.

Die Bürger sehen ihren Staat, ihre Politiker kritisch.

Bedarf es in unserer Zeit eines funktionierenden öffentlichen Dienstes? Was passiert in Krisenzeiten - Wie können öffentliche Ordnung, Sicherheit gewährleistet werden? Dabei muss man fragen, wie ein Staat organisiert ist, was ihn aufrecht hält, wie er die Einhaltung der Grundrechte gewährleisten möchte, wer dafür verantwortlich ist, wer Eingriffe in die Menschenrechte- unter bestimmten Bedingungen vornehmen darf ...

Jedoch zurück zur Kernfrage. Ist die stadt Hamm pleite? Und daraus resultierend die Aufforderung
an die User, sich mit Anregungen an der Diskussion zu beteiligen. Ja besser noch, die eine oder
andere Anregung an das Rathaus zu senden. Wie wir erleben, fällt dem Stadtkämmerer, dem Ober-
bürgermeister, der regierenden Partei - der CDU nichts besseres ein, wie:

- Gewerbesteuererhöhung

- Grundstückssteuererhöhung

- Hundesteuererhöhung

- Erhöhung der Beiträge für die offene Ganztagsschule

- Erhöhung der Beiträge für die Musikschule

- Erhöhung der Parkgebühren.

Dadurch werden die 70 Millionen Euro Defizit zwar nicht aufgefangen, doch die Bürger können
schmerzlich erfahren, die Stadt Hamm ist bemüht zu sparen.

Weiter bleibt meine Anregung unbeachtet, dort zu sparen, wo unter Umständen Millionen
gespart werden können. Brauchen wir eine eigene Telefongesellschaft die jährlich Millionen
verschlingt? Wer auch immer auf die grandiose Idee kam, bei der Konkurrenz eine eigene
Telefongesellschaft zu gründen, diese und andere Tochtergesellschaften gehören ganz schnell
auf dem Prüfstand.
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Re: Ist die Stadt Hamm pleite?

Beitragvon Tangens am 11.03.2010, 18:31

Wenn ich lese, dass seit 98 jedes Jahr in Hamm im Schnitt 6,5 Mill. Euro in Spielautomaten wandern, dann geht es den Hammer Bürgern wohl nicht so schlecht. Jedenfalls sind wir spitze in NRW.

Da geht es den Menschen in anderen Städten wohl schlechter, dass sie ihr Geld nicht in diese Klimperautomaten werfen können.

Das sind pro Kopf 36 € pro Jahr. In 10 Jahren 360 €. Na, das Geld hätten sie auch der Stadt spenden können. Dann hätten wir nun 65 Mill. weniger Schulden.

Manchmal kann man nur den Kopf schütteln.
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Re: Ist die Stadt Hamm pleite?

Beitragvon clh am 11.03.2010, 18:52

Tangens hat geschrieben:Wenn ich lese, dass seit 98 jedes Jahr in Hamm im Schnitt 6,5 Mill. Euro in Spielautomaten wandern, dann geht es den Hammer Bürgern wohl nicht so schlecht. Jedenfalls sind wir spitze in NRW.

Da geht es den Menschen in anderen Städten wohl schlechter, dass sie ihr Geld nicht in diese Klimperautomaten werfen können.

Das sind pro Kopf 36 € pro Jahr. In 10 Jahren 360 €. Na, das Geld hätten sie auch der Stadt spenden können. Dann hätten wir nun 65 Mill. weniger Schulden.

Manchmal kann man nur den Kopf schütteln.


Dann sollten Sie die Umsatzsteuer und Vergnügungssteuer auch gegenrechnen. Die Gemeinden verdienen kräftig mit pro Automat. Deshalb dürfen ja soviele Automaten aufgestellt werden.
Und wie sieht das dann erst mit den Lottospielern aus? :roll:
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Re: Ist die Stadt Hamm pleite?

Beitragvon SINUS am 11.03.2010, 21:27

Bild

Einerseits zeugt es von mangelndem Verantwortungsbewußtsein bei den entsprechenden
Entscheidungsträgern der Stadt, dass es im genannten Maße zulässig ist, dass im Stadtgebiet
soviele Spielhallen ansiedeln.

Dann zeugt, m. E. eine Zunahme von spielfreudigen Menschen von großer Not,
die durch die Hoffnung auf einen großen Gewinn gestillt wird. Wie wir wissen
ist die Hoffnung trügerisch. Das Gegenteil ist der Fall, die Not wird noch schlimmer. Vielen
Menschen, vielen Familien fehlt das verzockte Geld. Die Leidtragenden sind oftmals Frauen,
deren Partner das sauer verdiente Geld verspielen und Kinder, für die das Nötigste nicht
vorhanden ist.

Die Kommunalpolitiker sollten sich schämen, dass Sie dieses Treiben zulassen und die
Stadt auf diese Weise an der Not der Menschen partizipiert.

Verflixt, wie tief kann man eigentlich sinken? Wir machen uns Gedanken über Kriminalität
und über die steigende Zahl von Hartz IV Empfänger und die Ursachen davon, wozu Glückspiel
ganz sicher gehört, wird durch Zulassung neuer Spielhöllen gefördert.
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Re: Ist die Stadt Hamm pleite?

Beitragvon Marc am 11.03.2010, 21:33

Ja, ja. Schuld hat bei Sinus sowieso nicht das Individuum, sondern stets am Ende irgendwie der Oberbürgermeister :lol:.Egal ob man der Spielsucht fröhnt oder ob man als Beamter Geld unterschlägt.

Herr im Himmel, vergib ihm!
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Re: Ist die Stadt Hamm pleite?

Beitragvon Sabre am 12.03.2010, 08:08

Nein, Marc. Es sind natürlich die Beamten und Angestellten im öffentlichen Dienst, die die Bürger zur Spielsucht treiben ...

Ich habe übrigens immer noch keine Antwort bekommen, was der öffentliche Dienst Ihnen angetan hat, damit Sie bei jeder Gelegenheit darauf schimpfen.

Und zur Korruption und Unterschlagung etc. das hat nichts mit diesem Thema hier zu tun und im Übrigen hört sich das bei Ihnen immer so an, als würde das jeder Beamte tun. In Hamm wurde in den letzten zwei Jahren über drei Fälle berichtet. Und deswegen sind ALLE Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes schlecht???

Ich vermisse nur immer noch die Sparvorschläge. Alle kritisieren hier die Steuererhöhungen (oder den öffentlichen Dienst) aber konstruktive Vorschläge habe ich von anderen noch nicht gehört.
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Re: Ist die Stadt Hamm pleite?

Beitragvon clh am 12.03.2010, 09:03

Na ja, bei Hartz IV heißt es ja auch immer gleich: Einer faul = alle faul.
Und beide Gruppen werden aus Steuergeldern finanziert. Daher kommt ja der Frust bei vielen Bürgern.
:|
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Re: Ist die Stadt Hamm pleite?

Beitragvon Hüftgold am 12.03.2010, 10:51

SINUS hat geschrieben:Dann zeugt, m. E. eine Zunahme von spielfreudigen Menschen von großer Not,
die durch die Hoffnung auf einen großen Gewinn gestillt wird. Wie wir wissen
ist die Hoffnung trügerisch. Das Gegenteil ist der Fall, die Not wird noch schlimmer. Vielen
Menschen, vielen Familien fehlt das verzockte Geld. Die Leidtragenden sind oftmals Frauen,
deren Partner das sauer verdiente Geld verspielen und Kinder, für die das Nötigste nicht
vorhanden ist.

Die Kommunalpolitiker sollten sich schämen, dass Sie dieses Treiben zulassen und die
Stadt auf diese Weise an der Not der Menschen partizipiert.

Verflixt, wie tief kann man eigentlich sinken? Wir machen uns Gedanken über Kriminalität
und über die steigende Zahl von Hartz IV Empfänger und die Ursachen davon, wozu Glückspiel
ganz sicher gehört, wird durch Zulassung neuer Spielhöllen gefördert.


Dem ist von meiner Seite nichts hinzuzufügen. Bravo :D :D
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Re: Ist die Stadt Hamm pleite?

Beitragvon Michael am 12.03.2010, 11:02

> Sinus, Hüftgold

Mit dieser Art von Argumentation können Sie auch die Kommunalpolitik dafür verantwortlich machen, dass Alkoholiker sich in Hammer Kneipen volllaufen lassen. Das wäre wohl ein bißchen weit hergeholt.
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Re: Ist die Stadt Hamm pleite?

Beitragvon Sabre am 12.03.2010, 14:17

clh hat geschrieben:Na ja, bei Hartz IV heißt es ja auch immer gleich: Einer faul = alle faul.
Und beide Gruppen werden aus Steuergeldern finanziert. Daher kommt ja der Frust bei vielen Bürgern.
:|

Ok, gutes Argument. Aber ich sage ja auch nicht, dass jeder Postbote ein Steuerhinterzieher ist, nur weil das Gehalt von derem oberster Boss (Zumwinkel) von den von mir gekauften Briefmarken mitfinanziert wurde...

Aber zurück zum Thema.
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