Mi 12 Aug 2009
Erster Eindruck und das erste Saunaerlebnis
Editiert von Maximilian Kiehn unter Lesertagebuch, MK-TV Nachrichten
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Nach leichten Startproblemen und internetfreien Tagen bin ich nun in Finnland angekommen und kann endlich von meine ersten Erlebnissen berichten.
Der erste Eindruck, den ich kurz nach meiner Ankunft in Helsinki letzte Woche Sonntag hatte, war wirklich überwältigend.
Nachdem ich mit mehreren Austauschschülern den Flug von Düsseldorf in guten 2 Stunden und einer Stunde Zeitverschiebung gut überstanden hatte, empfingen uns die Rotarier und brachten uns in das gut 2 1/2 Autostunden entfernte Karkku.
Dort lernte ich zum ersten mal die insgesamt 110 Austauschschüler von Rotary kennen, die über das ganze Land verstreut ein Jahr in finnischen Familien leben werden und sich in diese so neue Kultur einfinden müssen.
Die ersten Tage waren wirklich erlebnisreich für mich. Neben gut 25 Stunden “Sprachcrashkurs” lernte ich vor allem die finnische Saunakultur kennen.
Diesen besonderen Part der finnischen Kultur will ich im ersten Blogeintrag würdigen.
Welchen Stellenwert die Sauna in diesem Land besitzt, macht der passende Wikipediaeintrag deutlich:
“Die Sauna ist ein elementarer Bestandteil der finnischen Kultur. Die in fast jedem Haus (auch Miets- und Ferienhäusern) vorhandene Privatsauna dient der Entspannung und Körperreinigung. In der traditionellen Form ersetzt die Sauna das Badezimmer….(c) Wikipedia”
An einem See lag das schuleigene Saunagebäude.
Am ersten Abend wurde uns direkt das Angebot unterbreitet, den elementaren Bestandteil der finnischen Kultur zu erleben.
Zu Beginn schwammen wir im direkt angrenzenden See, um uns herunterzukühlen und vor dem etwa 15minütigen Saunagang zu erfrischen.
Von dem einen oder anderen Saunagang in Deutschland war ich also gefasst, was in 15 Minuten Sauna auf mich zukommen würde, dachte ich zumindest..
War ich vor einem kleine Kulturschock nicht gefeiht. Wir wurden instruiert, keine Handtücher zu verwenden, da diese als unhygienisch empfunden werden. Wir bekamen eine minimalistisch ausgedachte, gefühlt vielleicht gerade mal 30×30 cm große Unterlage,, die wir im Sitzen als Unterlage verwenden konnten.
Danach betraten wir die gut vorgeheizte Sauna, die mit 80 °C nach der Erfrischung im See wirklich auszuhalten war.
Nachdem gut 10 Austauschschüler im Saunaraum Platz genommen hatten, begann unser leitender Finne auch schon mit dem Aufguss. Nicht das, was man als Deutscher von einem Saunaaufguss gewohnt ist. Im 20s-Takt wurde ein ganzer Schwall Wasser über die Steine gegossen, was zur Folge hatte, dass nach kürzester Zeit selbst der hitzebeständigste Mexikaner arg ins Schwitzen geriet.
Das heiße Wasser wurde mit gekonnter Bewegung über die Steine gegossen, so dass es in kürzester Zeit den Aggregatzustand von kühlendem Nass zu brennendem Dampf wechselte. Die ungeübten Körper von uns Austauschschülern reagierten mit argen Schmerzgefühl auf die drückenden Hitze. Ein äußerst anstrengendes Erlebnis.
Nach den ersten gequälten 10 Minuten ging es nach einem kleine Spaziergang in den See hinein, um sich wieder abzukühlen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich nicht verstanden, warum diese Form der Sauna so angenehm sein sollte. Bis ich mich ins Wasser des Sees gleiten ließ und einfach nur vom gefühlten warmen Wasser treiben lies. Der Körper fühlt sich vollkommen locker an und vollkommen entspannt.
Während ich gemütlich meine Runden drehte, konnte ich die Landschaft genießen. Wenn man die Bilder auf der Seite betrachtet, wird man mich verstehen.
Seit dem ersten Versuch verbrachet ich nun mittlerweile gut 5 Abende mit Sauna, Pause, Schwimmen, Sauna, Pause … Einfach Traumhaft!
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